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Alle TexteCarsten Becker – Zur Biographie der Dinge
Elisabeth Sonneck, 2023The pack (das Rudel), 2023, des Berliner Künstlers Carsten Becker wurde erstmals in der Ausstellung Roundtrip – Fluidum #2 in der Fabbrica Del Vapore, Mailand, gezeigt: eine dichte Ansammlung von Flaschen, deren matte, monochrome Farbigkeit von dunklen Grüntönen über Braun zu goldfarbenem Beige wechselt. Beckers Arbeit steht im Kontext der Auseinandersetzung mit nationalsozialistischen Verbrechen. Die Flaschen entstammen seiner Recherche zur Normierung von Alltagsgegenständen, untrennbar mit militärischen Nutzungen verbunden.Die unheimliche Schönheit der Effizienz
Anika Reineke, 2022Norm und Kunst scheinen sich auszuschließen, gilt die eine doch als Inbegriff von Struktur, die andere hingegen als regelloses Schaffen. Die Werkserie DIN des Berliner Künstlers Carsten Becker ist Anlass, die Geschichte des Normierten in Technik und Gesellschaft zu betrachten und nach dem Einfluss der Normen für die von ihnen betroffenen Menschen zu fragen. Anika Reineke verortet die Arbeiten in der Geschichte künstlerischer Auseinandersetzungen mit Wiederholung, Muster und Serialität.Die vergessenen Farben
Philipp Hindahl, 2018Gebrauchsgegenstände haben ihre Farben nicht einfach so, sie sind an Standards angeglichen. In Deutschland gilt der RAL-Standard, eine Farbsammlung, die auf Anforderungen von Behörden, Militär und Industrie reagiert. Der Künstler Carsten Becker befasst sich in seiner Arbeit mit den Leerstellen dieser Sammlung. Sie leistet eine mikrokosmische Abbildung deutscher Geschichte.
Neues
- Besprechung in Art a Part of Cult(ure)
„In der Ästhetik der Macht und mit Bauteilen aus dem Umfeld der Rüstungsproduktion (vom Zweiten Weltkrieg bis zu den Dynamiken des Kalten Krieges) bedient sich Becker der Logik der Berechnung, um kritisches Denken anzuregen."
– Floriana Savino in Art a Part of Cult(ure)Besprechung lesen (italienisch) - Interview im Podcast Natürliche Ausrede
Ein Gespräch über verschwundene Farben, RAL-Normen, Dunkelgelb und Panzergrau, den Afrikafeldzug Rommels und die TGL-Farben der DDR.
Zum Podcast - Anne Rabe über meine Arbeit auf Deutschlandfunk Kultur
„Das Bild spricht sehr zu mir, weil ich verstehe, was Aufarbeitung bedeutet: sich dem anzunähern, am Ende auch etwas zu haben, auch etwas zu sehen, etwas zu erkennen – aber es eben auch nicht mehr ganz zu treffen.“
– Anne Rabe im Interview bei Studio 9 (ab Min. 26:45)Bei Deutschlandfunk Kultur anhören
Vorschau
- MitgiftS-Gallery, Los AngelesVernissage: Freitag, 30. Okt., 18 UhrBis 3. Nov. 2026












